Herzlich Willkommen im "Hortus der Nachtkerzen"!


Der "Hortus der Nachtkerzen" befindet sich auf einem 1.000 mē großen EFH-Grundstück am westlichen Ortsrand von Wanna.

Er ist nach dem Hortus-Konzept angelegt und besteht aus einer Pufferzone, mehreren Hotspots und der Ertragszone.

Der "Hortus der Nachtkerzen" ist in erster Linie ein "Ertragsgarten".D. h. die Ertragszone ist recht groß,

Garten der Nachtkerzen

die Pufferzone besteht hauptsächlich aus Beerensträuchern (u. a. Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren) und einer Wildobsthecke (u. a. Schlehe, Weißdorn, Kornelkirsche) und in den verschiedenen Hotspots wachsen Wild- und Küchenkräuter. Alles Regenwasser, das auf dem Grundstück anfällt, wird in Tonnen gesammelt und der Überschuss darf im Garten versickern.

Die Pufferzone bietet mit Hecken und Naturmodulen (z. B. Totholz) Rückzugsräume für Tiere und Schutz gegen Wind und andere Einflüsse von außen.

In den Hotspots finden sich vor allem einheimsche Pflanzen, die die Lebensgrundlage für Insekten und damit auch für andere Tiere bieten. Diese Standorte haben einen möglichst mageren Boden, da dieser die größte Vielfalt hervorbringt. Die Hotspots bieten auch Nistmöglichkeiten für viele im Boden brütende Insekten.

Die dritte Zone, die Ertragszone, versorgt uns mit frischen und gesunden Lebensmitteln.

Der 3-Zonen-Garten ist eine Mischung aus Permakultur und Naturgarten. Die Zonen greifen ineinander. Im Mittelpunkt steht die Artenvielfalt. Durch Kreislaufwirtschaft, den Verzicht auf synthetischen Dünger, Pestizide und Torf werden Ressourcen und Umwelt geschont.

Bei uns dürfen alle Pflanzen bleiben, die von selbst kommen und sich weder zu sehr ausbreiten, noch zu groß werden. Besonders Blumen und Kräuter sind gern gesehen. Sie dürfen sich ihre Plätze selbst suchen, solange sie Gemüse und Obst nicht zu sehr stören!

Der Name des Hortus setzt sich aus unseren Nachnamen zusammen: Nacht(wey) + Kerz(ig) + en
und war die Idee meines Mannes, der sich in Garten und Haus um alles kümmert, was keine Wurzeln hat.

Aktuelles aus dem "Hortus der Nachtkerzen" (2021)


Im Winter 2020/2021 begann ich mit der konkreten Planung unseres Hortus und sobald es das Wetter zuließ begann ich damit die Pläne in die Tat umzusetzen.

Problem dabei: zu viele Ideen, zu wenige Hände und viel zu wenig Platz!

Zunächst setzte ich alle noch im Garten verteilten Beerensträucher in die westl. Pufferzone, legte dort als zusätzlichen Windschutz noch Dicke Bohnen und pflanzte Frühblüher zwischen die Beerensträucher.

Danach entfernte ich außen vor dieser Pufferzone noch auf 50 cm die Grasnarbe und säte Phazelia, Raps und Dill.
Alles andere wäre reine Verschwendung, weil der Wind dort ständig düngt.

Im April besorgte ich mir eine Sense, so dass der Rasenmäher ab diesem Sommer nur noch auf den Rasenwegen zum Einsatz kommt.

An den ehemaligen Standorten der Beerensträucher (in der Wiese) war offener Boden. Hier säte ich eine Wiesenblumenmischung ohne Gras (leider ging nur wenig davon auf). An anderen Stellen pflanzte ich mehrjährige Wildblumen, die ich bereits 2020 vorgezogen hatte u.a. Natternkopf, Pechnelken, Wilde Malve und Färberkamille.

Andere Stauden teilte ich und verteilte sie im Garten an geeigneten Stellen.

Die Färberkamille hatte 2020 im Anzuchtbeet bereits geblüht und sich fleißig versamt. Auch viele ander Einjährige z.B. Coreopsis, Asia-Salat, Rauke und Kresse sprießen überall in den Beeten. Beetplanung Zone C ade! Aber es zeigt mir, dass ich mir um meinen Salat im nächsten Jahr nicht so viele Gedanken zu machen brauche.

Hortus-Update

Mittlerweile haben wir den 20. Juni 2021. Auf das kalte, zunächst trocken windige Frühjahr folgte erst Regen und dann endlich Wärme und schließlich Hitze.
Diese Abfolge hat alles förmlich explodieren lassen, aber auch einige Pflanzen an ihre Grenzen gebracht. Insbesondere die, die ich im Frühjahr umgepflanzt hatte und die schon Früchte angesetzt hatten oder in voller Blüte standen. Ich hoffe, dass der Regen rechtzeitig kam.
Leider war das Leben nicht nur dort explodiert, wo es das tun sollte! Viele schöne Blumen kamen auch in den Gemüsebeeten und zwischen den Beerensträuchern. Nachdem sie diese einfach zu sehr bedrängten und ich kaum noch durchkam, um die ersten Erdbeeren zu ernten, mussten viele davon weichen. Jetzt sorgen sie als Mulchdecke dafür, dass der Boden nicht zu schnell austrocknet oder bei Regen verschlämmt.
Seit 3 Wochen bin ich dabei meine zukünftigen Magerwiesen nach und nach mit der Sense zu mähen und Heu zu machen. Aus dem bisherigen Schnittgut sind Mulchwürste für die Gemüsebeete geworden. Sie schützen hier den Boden vor Verdunstung und unter und in den Würsten tummelt sich das Leben: Regenwürmer, Asseln, Käfer, ja und leider auch Schnecken. Sie mögen es halt kühl und feucht. Aber die regelmäßige Kontrolle schafft Abhilfe. Und inzwischen sind die meisten Pflanzen auch groß genug, um ihnen zu trotzen.

Wie sieht der Hortus jetzt aus?


Übersicht der bestehenden Naturmodule


weitere Pläne:


- Im Sommer werde ich weitere Löcher in die Grasnarbe der Wiese stechen, damit die Samen in offenen Boden fallen
   können.

- Nach und nach fliegen alle exotischen, nicht insekten- oder vogelfreundlichen Pflanzen raus.
    Außer aus der Ertragszone!

- Auch die letzte Thujahecke wird im Herbst/Winter zu einem großen Teil fallen und zur Schnittguthecke.
    Auch hier werde ich Wildobst pflanzen u. a. Haselnüsse. Die sind da schon von selbst ausgeschlagen.
    Sobald dann wieder genug Sämlingsnachschub da ist, geht es weiter.

- An der Nordseite sollen ein paar Tümpel entstehen.

Der Weg vom Garten zum Hortus



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